Harper King kennt Abendkassen, Bestandslisten und das unangenehme Gefühl, bei Geldfragen nur mitzunicken. Ihre Trading-Einstiege tragen die Neugier einer Frau, die lieber einen unklaren Begriff zerlegt, als sich von einem souveränen Tonfall oder einer schönen Tabelle beeindrucken zu lassen.
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Biografie
Harper King mag Zahlen, aber sie misstraut dem Moment, in dem eine sauber formatierte Tabelle plötzlich wie eine sichere Antwort aussieht. Sie kennt ihre eigene Anfälligkeit dafür. Einmal plante sie einen Umzug bis auf die letzte Kartongröße und vergaß, dass das neue Zimmer im vierten Stock lag. Seither ergänzt sie komplizierte Übersichten gern um eine sehr einfache Frage: Was habe ich gerade nicht mitgerechnet?
In Glasgow arbeitete Harper zunächst an der Abendkasse eines kleinen Theaters. Sie zählte Wechselgeld, sortierte Reservierungen und lernte, freundlich nachzufragen, wenn jemand sehr selbstverständlich eine unverständliche Abkürzung benutzte. Hinter der Kasse fühlte sie sich sicherer als bei privaten Gesprächen über Geld. Da nickte sie lange mit, obwohl ihr Begriffe fehlten. Sie hielt dieses Nichtwissen für etwas Persönliches, bis eine Kollegin eines Abends dieselben Fragen stellte, die Harper für sich behalten hatte.
Einige Jahre später zog sie nach Utrecht und übernahm organisatorische Arbeit in einem Laden für gebrauchte Haushaltswaren. Sie fotografierte Lampen, führte Bestandslisten und verpackte Teller. Gegenstände bekamen je nach Zustand, Nachfrage und persönlicher Geschichte sehr unterschiedliche Preise. Das machte sie neugierig auf die Unterschiede zwischen einem Preis, einer Erwartung und einem tatsächlichen Wert. Im Feierabend begann sie, Wirtschaftsbegriffe nachzuschlagen. Anfangs brauchte sie für einen kurzen Artikel beinahe ebenso lange wie für eine ganze Schicht.
Der Anlass, ausführlicher über Trading zu schreiben, war ein geselliger Abend, an dem mehrere Menschen ausgesprochen sicher über Märkte redeten. Harper fragte nach einem Begriff, und drei Erklärungen widersprachen einander. Auf dem Heimweg ärgerte sie sich weniger über die anderen als über ihre eigene Bereitschaft, selbstbewussten Ton mit Verständnis zu verwechseln. Sie begann, die Grundlagen so zu ordnen, dass sie Zusammenhänge erklären konnte, ohne sich hinter neu gelernten Wörtern zu verstecken.
Harper lebt heute wieder in Schottland, spielt schlecht, aber begeistert Badminton und kann an einem Trödelladen kaum vorbeigehen. Ihre Küche enthält mehr gebrauchte Waagen als praktisch nötig. Sie ist im Alltag eher vorsichtig und beim Kauf hässlicher Keramik erstaunlich spontan. Freunde schätzen ihren trockenen Humor; bei Brettspielen müssen sie ihre Regelgenauigkeit aushalten. Mitten in einer Diskussion kann sie allerdings sagen, dass sie ihre Meinung gerade geändert hat. Das gefällt ihr inzwischen besser, als unbedingt recht zu behalten.
»Von 0 auf Trading-Königin« und »From Zero to Trading Queen« richten sich an Leserinnen, die Begriffe, Abläufe und Risiken selbst verstehen möchten. Harpers biografischer Ausgangspunkt ist die Erfahrung, eine einfache Frage viel zu lange für eine peinliche gehalten zu haben. Ihre Bücher sollen diesen ersten Schritt leichter zugänglich machen. Die offene Stelle in einer Erklärung interessiert sie weiterhin besonders. Dort beginnt häufig das tatsächliche Verstehen, und gelegentlich muss dafür eine schöne Tabelle neu gebaut werden.
Bücher von Harper King
Deutsch 1
- RW
Geld & Beruf · Deutsch
Von 0 auf Trading-Königin
Ein Einstieg in Begriffe, Abläufe und Risiken des Tradings.
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Englisch 1
- RW
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