Konrad Teuffel räumte Lager aus, arbeitete hinter einer Kellerbühne und kaufte einmal einen Vorhang, für den vier Freunde mit anpacken mussten. Erotische Showhypnose trägt seine Begeisterung für Auftritte und seinen genauen Blick auf die Menschen, die sich freiwillig in eine gemeinsame Situation vor Publikum begeben.
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Biografie
Der schwerste Gegenstand, den Konrad Teuffel je spontan kaufte, war ein roter Theatervorhang. Er hing bei einer Lagerauflösung zwischen ausgedienten Garderobenständern und verbogenen Scheinwerferstativen. Konrad wollte ihn retten, doch aufgerollt passte er nicht um die Kurve seines Treppenhauses. Vier Freunde halfen, das sperrige Bündel aufzulösen; keiner wollte anschließend die geplante Suppe. Der Vorhang wurde später geteilt. Eine Hälfte hängt in seinem Arbeitszimmer in Bremen, die andere dient einem befreundeten Puppenspieler als Bühnenhimmel.
Lagerauflösungen waren eine Zeit lang auch sein Broterwerb. In Würzburg half Konrad, Hausrat zu sortieren, Möbel abzuholen und Fundstücke für den Verkauf aufzubauen. Ihn faszinierte, wie ein gewöhnlicher Stuhl mit der passenden Geschichte plötzlich interessant wurde. Er merkte allerdings ebenso schnell, wann eine Geschichte bloß über einen wackeligen Stuhl hinwegtäuschen sollte. Diese Skepsis ist ihm geblieben, auch wenn er einem schönen Auftritt weiterhin leichter verfällt, als er selbst gern zugibt.
Nach dem Wechsel nach Bremen arbeitete er abends an der Kasse und hinter den Kulissen eines kleinen Kellertheaters. Er klebte Markierungen auf den Boden, ersetzte Glühbirnen und hörte durch eine schwere Tür, wie unterschiedlich ein Publikum atmet. Bei einer Vorstellung brach eine Schublade mitten in einer Szene auseinander. Der Darsteller blieb gelassen, das Publikum lachte freundlich und der Abend ging weiter. Konrad redete hinterher länger über diese Rettung als über sämtliche sorgfältig geprobten Effekte.
Ein Sommer als Aufbauhelfer auf wandernden Festplätzen führte ihn später durch kleinere Orte in Österreich. Dort bestand sein Alltag aus frühmorgendlichem Regen, verlegten Werkzeugen und sehr konkreten Absprachen darüber, wer wann was anfasst. Konrad begann sich dafür zu interessieren, wie Menschen freiwillig in eine gemeinsame Situation eintreten und wie rasch sie sich darin ausgeliefert fühlen können. Seine Begeisterung für Bühnen war damit nicht kleiner geworden, sein Blick auf die Beteiligten aber genauer.
Erotische Showhypnose beschäftigt sich mit solchen Situationen vor einem erwachsenen Publikum im privaten Rahmen. Konrad reizt die Gestaltung eines Abends, an dem Spannung entsteht und trotzdem niemand seine Würde abgeben muss. Er mag den Effekt, denkt aber lange über den Weg hinaus nach. Ein unaufgeregter Abbruch erscheint ihm oft eleganter als das verbissene Festhalten an einer Idee, deren Moment bereits vorbei ist.
Zu Hause sammelt Konrad Eintrittskarten für Veranstaltungen, die wegen Regens, Streiks oder eigener Schusseligkeit nie stattgefunden haben. Er backt passable Brötchen und kündigt sie mit vollkommen übertriebenem Ernst an. Sein Widerspruch liegt offen da: Konrad liebt Aufmerksamkeit und ist nach einem geselligen Abend oft froh, wenn endlich niemand mehr etwas von ihm erwartet. Dann sitzt er unter dem halben roten Vorhang, repariert irgendeine Kleinigkeit und genießt, dass diesmal keine Wirkung entstehen muss.
Buch von Konrad Teuffel
Einige der verlinkten Bücher sind nur für Erwachsene bestimmt.
Deutsch 1
- RW
Hypnose & Trance · Deutsch · Ab 18 Jahren
Erotische Showhypnose
Showhypnose für private Veranstaltungen und ein erwachsenes Publikum.
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