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Autoren im Rauschwerk-Katalog

StartBücherAutoren › Lex Ritter

Lex Ritter

Er baut Türen, hinter denen neue Spielregeln warten.

Lex Ritter begann mit Transportkisten und Pappburgen und entwarf später Rätselräume, deren Regeln Besucher gründlich missverstanden. Seine Bücher über Kink und Hypnose tragen den Blick eines begeisterten Tüftlers, der gelernt hat, dass Verständlichkeit der Spielfreude erst Platz schafft.

Im Katalog
2 Bücher
Themen
Hypnose & Trance

Biografie

Lex Ritter baut Türen, hinter denen keine Zimmer liegen. Einige gehören zu selbst entworfenen Spielen, andere waren einmal Requisiten; eine steht einfach in seiner Werkstatt, weil ihm der Schließmechanismus gefällt. Er interessiert sich für den kurzen Moment vor dem Öffnen. Was glaubt jemand, gleich vorzufinden? Welche Regel wurde verstanden, welche nur vermutet? Lex kann über einen schlichten Türgriff so ausführlich reden, dass Besuch vorsorglich noch einen Kaffee nimmt.

In Nürnberg arbeitete er zunächst im Lager eines Veranstaltungsverleihs. Er prüfte Kabel, verpackte Scheinwerfer und reparierte beschädigte Transportkisten. Am Wochenende baute er mit Freunden Kulissen für private Rollenspieltreffen. Aus Pappe wurden Gemäuer, aus Taschenlampen verbotene Signale. Lex mochte die Verwandlung und unterschätzte regelmäßig den Zeitaufwand. Eine besonders schöne Burgmauer wurde erst fertig, als die Gäste bereits beim Frühstück saßen. Das Foto davon hängt bis heute über seiner Werkbank.

Später half er in Köln beim Bau von Rätselräumen. Dort bemerkte er einen Unterschied, der ihn nicht mehr losließ: Eine für den Erfinder glasklare Regel konnte für Besucher völlig unsichtbar sein. Menschen zogen an Dingen, die gedreht werden sollten, und warteten auf Hinweise, die Lex für offensichtlich hielt. Statt noch geheimnisvollere Kulissen zu entwerfen, begann er zunächst die Übergänge zu überarbeiten. Wann weiß jemand, dass ein Spiel begonnen hat? Woran erkennt man, dass es vorbei ist?

Parallel beschäftigte er sich mit Hypnose und mit der Sprache vereinbarter Rollen. Die Verbindung reizte ihn, doch manches klang beim Lesen präziser, als es im gemeinsamen Ausprobieren war. Eine früh entworfene Szene überlud er mit so vielen Regeln, dass kaum noch Spielfreude übrig blieb. Lex nahm das persönlich und brauchte einen Spaziergang, bevor er darüber lachen konnte. Später wurde gerade dieser Fehlversuch zum Anlass, Wünsche, Regeln und konkrete Formulierungen deutlicher auseinanderzuhalten.

Seine Wohnung enthält alte Projektoren, Würfel in beinahe jeder Farbe und eine Pflanze, deren Namen er seit Jahren nachschlagen will. Er repariert gern mechanische Dinge und verschiebt einfache Verwaltungsaufgaben mit großer Ausdauer. Bei neuen Ideen ist er schnell; beim Weglassen braucht er jemanden, der ihn freundlich unterbricht. Lex mag diese Korrektur inzwischen. Besonders gute Einfälle erkennt er daran, dass andere sie verändern können, ohne dass dabei alles auseinanderfällt.

»Kinky Hypnose« und »HYPNOKINK« führen seine Interessen an Rollen, Trance und gemeinsamem Spiel zusammen. Die Bücher beschäftigen sich mit Absprachen und Gestaltung, mit einem klaren Beginn und dem Platz für Improvisation. Lex denkt dabei oft wie jemand, der eine Tür baut: Der Mechanismus muss verständlich sein, damit dahinter Neugier entstehen kann. Seine eigene Werkstatttür klemmt übrigens seit Monaten. An fremden Konstruktionen arbeitet er deutlich bereitwilliger als an den naheliegenden eigenen.

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Diese Biografie ist von der Autorin oder dem Autor und den Büchern inspiriert. Persönliche Lebensstationen sind zum Schutz ihrer Identität erzählerisch erfunden.