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Autoren im Rauschwerk-Katalog

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Marek Dorn

Vom Minigolfplatz in Dresden zu eingeschneiten Frühstücksrunden im Harz.

Marek Dorn verlieh Minigolfschläger, packte Salz in der Camargue ab und brachte eingeschneite Gäste mit einem Wortspiel zusammen. In Hypno-Play: Das Praxisbuch begegnet man seiner Freude an gemeinsamem Spiel und an den unerwarteten Ideen, die andere Menschen darin entwickeln.

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1 Buch
Themen
Hypnose & Trance

Biografie

Marek Dorn hat einen Minigolfball in der Manteltasche, obwohl er seit Jahren kaum noch spielt. Er stammt aus seinem ersten Sommerjob an einer Anlage in Dresden. Marek verlieh Schläger, sammelte Bälle ein und kannte jede Stelle, an der das Wasser nach einem Gewitter stehen blieb. Ihm gefiel der eigentümliche Ernst, mit dem Erwachsene vor einer kleinen Rampe standen. Kurz darauf konnten dieselben Menschen über einen völlig misslungenen Schlag lachen. Beides durfte offenbar gleichzeitig sein.

Nach dem Ende der Saison wollte er zunächst möglichst weit weg. In der Camargue fand er Arbeit beim Abpacken von Salz und teilte ein Zimmer mit zwei anderen Saisonkräften. Das Französisch blieb mühsam, die Landschaft war weit und die Arbeit wiederholte sich. Marek gewöhnte sich an den weißen Staub an seiner Kleidung. Abends spielten die drei mit einem abgegriffenen Kartensatz. Neue Regeln wurden gezeigt, ausprobiert und gelegentlich gründlich missverstanden. Er erinnerte sich später besonders an die Abende, an denen sie kaum gemeinsame Wörter brauchten.

Zurück in Deutschland nahm er Winterarbeit in der Küche eines Gasthauses im Harz an. Ein heftiger Schneefall machte aus einer ruhigen Woche mehrere Tage mit festliegenden Gästen. Marek schlug beim Frühstück ein Spiel vor: Ein gewöhnliches Wort durfte bis zum Mittag nicht vorkommen. Die Beteiligten erfanden umständliche Umschreibungen und begannen bald, eigene Varianten beizusteuern. Eine zurückhaltende Mitspielerin wurde zum Mittelpunkt der Runde. Nach der Abreise schickten zwei Gäste neue Wortlisten. Marek bewahrte die Briefe auf und besuchte einen von ihnen später in Erfurt.

Heute lebt er in Halle und macht gern Dinge, die für Außenstehende wenig Zweck haben: ungewöhnliche Wolkenformen zeichnen, unterschiedliche Senfsorten nebeneinander probieren, mit Freunden eine unbekannte Straßenbahn bis zum Ende nehmen. Er ist schnell begeistert und gelegentlich enttäuscht, wenn andere seine Begeisterung nicht teilen. Früher versuchte er dann zu überzeugen. Inzwischen gelingt ihm öfter eine Einladung, die auch abgelehnt werden kann. Beim Minigolf zählt er seine Schläge trotzdem genauer, als sein angeblich lockeres Verhältnis zum Gewinnen vermuten lässt.

In »Hypno-Play: Das Praxisbuch« trifft diese Freude am gemeinsamen Spiel auf sein Interesse an Hypnose. Marek beschäftigt, wie eine Szene beginnt, sich zwischen Menschen entwickelt und einen verständlichen Abschluss bekommt. Ihm gefällt besonders, dass eine kleine Veränderung eine vertraute Situation überraschend machen kann. Dazu braucht es Neugier auf die Ideen der anderen. An die eingeschneiten Tage im Harz denkt er noch immer gern: Aus einem einzigen Vorschlag entstand etwas, das ohne die übrigen Menschen am Tisch ganz anders verlaufen wäre.

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Diese Biografie ist von der Autorin oder dem Autor und den Büchern inspiriert. Persönliche Lebensstationen sind zum Schutz ihrer Identität erzählerisch erfunden.